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Die Weserfähren, unzählige Male benutzt, haben meines Erachtens auch eine Erwähnung verdient.

Am besten fange ich ganz oben in Hann. Münden mit allen Fähren die ich kenne oder gekannt habe an.

Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büssen müssen,
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.
Hann. Münden, d. 31. Juli 1899

In Schiffahrtskreisen wurde der schöne Spruch wie folgt etwas geändert:

Wo Werra und Fulda sich küssen, dort kann man in die Weser pissen.

Bei fast allen Fähren auf der Oberweser handelte es sich um sogennannte Gierfähren. Über den Fluss wurde in ca. 4 bis 5 Meter Höhe ein starkes Stahlseil gespannt. Der Fährkörper ( Ponton ) war ohne eigenen Antrieb und wurde mit zwei Seilen und zwei Blöcken am gespannten Stahlseil befestigt. Die Fähre scheerte mit der Strömung

dem sogenannten kalten Druck an das andere Ufer.
Umweltfreundlich ohne Dieselabgase und ruhig, man hörte nur die quickenden Blöcke und das rauschen der Strömung.


Der Weserstein, am Zusammenfluß von Werra und Fulda.

Hallo liebe Leser, ich habe von einer netten Dame zwei Fähren Fotos bekommen. Sollte einer von Euch Experten sie erkennen, bitte meldet euch.
 Sehr geehrter Herr Nennstiel, ich fand eben Ihre Website zur Weser und hätte folgende Frage: ich füge Ihnen 2 Fotos bei ca. aus dem Jahre 1960 und möchte Sie bitten, mir eventuell  sagen zu können, wo diese Fähren verkehrt haben. Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen  
 Guten Tag Frau ....... Schwierige Aufgabe die Sie mir gestellt haben. Bei beiden Fähren handelt es sich um sogenannte Tiefseil Fähren. Die gab es aber 1960 nicht mehr auf der Weser. Aus Sicherheits Gründen für die Berufsschiffahrt wurden nach dem Krieg alle 12 noch auf der Weser im Einsatz befindlichen Fähren umgerüstet auf Hochseil Fähren. Meine Fragen: Stimmt das Jahr 1960? Sind die Fotos auf der Weser gemacht. Wenn es Ihnen recht ist könnte ich die Fotos auf der Fähren Seite veröffenlichen, in der Hoffnung das einer der Leser mehr weis. Mit freundlichen Grüßen Peter Nennstiel
Guten Abend Herr Nennstiel, erstmal herzlichen Dank für Ihre Mail. Ich habe ein unbeschriftetes Fotoalbum aus dem Freundeskreis meiner längst verstorbenen Eltern geerbt geerbt. Aus dem Kontext ergibt sich (wg. weiterer Bilder aus Bremen und Holzminden), dass es sich um die Weser handeln muss. Die Bremen-Fotos waren rückseitig alle mit 1960 beschriftet. Die anderen waren leer. Also sind auch die 1950er Jahre möglich. Nächste Woche schicke ich Ihnen die Fotos nochmal, dann aber besser reproduziert für Ihre Website. Vielleicht gibt es Kenner! Für heute erstmal Dank & Gruß    



Weser km 11,37    Fähre Veckerhagen > Hemeln














Die über 650 Jahre alte Fährstelle  zwischen Veckerhagen/Hessen und Hemeln/Niedersachsen ist eine der ältesten noch betriebenen Anlagen in Deutschland. Sie wird noch immer als Gierseilfähre (seit 1929 mit Hochseil) für den Fahrzeug- und Personentransport, ganz ohne Motorkraft, betrieben. Seit ca. 300 Jahren sind nahezu alle Betreiber überliefert. Ab 1873 wurde die Fähre, unter Wilhelm Büthe, auch als Wagenfähre eingesetzt. Die gedrillten Stahlseile (Niedrigseil) lieferte damals die kurhessische Eisenhütte Veckerhagen.







Weser km 24,70 Fähre Oedelsheim > Gottstreu













Bereits seit 1934 - wenn auch nicht täglich - setzt die Gierseilfähre "Gestiefelter Kater" in Oedelsheim Fahrgäste auf die andere Weserseite über, darunter Radtouristen und Wanderer, aber auch Einheimische, denen der Umweg über die Weserbrücke bei Gieselwerder zu weit ist.

Streng genommmen wird der Fährbetrieb in Oedelsheim schon seit 1834 betrieben und schon 1288 wurde eine Fährverbindung an dieser Stelle urkundlich erwähnt. Ab 1934 wurden Wagenfähren eingesetzt. Nach dem Ausbau der neuen Fährstelle wurde eine Gierseilfähre angeschafft und 1996 die heutige Fähre in Dienst gestellt.

Weser km 31,25 Fähre Lippoldsberg > Gewissenruh

Aus dem Jahre 1981 stammt die Gierseilfähre, die  Lippoldsberg mit dem Vorwerk verbindet. Bereits im Jahre 1300 wurde hier erstmals eine Fähre erwähnt. Sie wird auch die Märchenfähre genannt.

Weser km 35,75 Fähre Wahmbeck > Bodenfelde

Kleine Prahm-Wagenfähre, vermutlich aus Holz und vermutlich auf der Schiffswerft Gieselwerder gebaut; in Karte 1926 "Kahn-Fähre" ausgewiesen, Tiefseilprahmfähre für Fuhrwerke und Personen,  später: Hochseilprahmfähre 


Weser km. 47,15
Fähre Herstelle > Würgassen.
Die neuere Personenfähre.

Diese Weserfähre, die heute vornehmlich Radwanderer auf ihrem Weg durch das Wesertal von Herstelle nach Würgassen und umgekehrt befördert, wurde vermutlich im 15. Jahrhundert als Tiefseilfähre eingerichtet, mit zunehmendem Schiffsverkehr jedoch 1902 von einer Hochseilfähre abgelöst.

Weser km. 60,16 Fähre Wehrden

Eiserner Prahm der Werft F. Rasche, Uffeln/Vlotho, 15 to
bis 1937 Niedrigseilfähre, dann am Hochseil, 1945 gesprengt,
ab ca. 1946 wieder Wagenfähre: reparierte alte Fähre oder eine andere Fähre (?), Einstellung der Wagenfähre per 30.6.1959 und Verkauf des Fährprahms nach ?

Weser km. 60,15
Fähre Wehrden > Fürstenberg.



1926/1934 Niedrigseilprahmfähre ausgewiesen 
bis nach 1960 Wagenfähre (Hochseilfähre), 1965 keine Wagenfähre mehr, heute Personenfähre

Weser Km. 92,93
Fähre Polle > Heidbring


Polle > Heidbring

Bauart: Geschlossener Fährkörper aus Stahl Bauwerft: Arminiuswerft in Bodenwerder Baujahr: 1988 Nutzbare Fläche: 21 m lang und 4 m breitzulässiges Gesamtgewicht: 42 t Leertiefgang: 0,80 m

Fähre Hajen Weser km. 119,92


2011 dem Schneidbrenner zum Opfer gefallen. Schade.

Weser km.122,22
Fähre Grohnde Emmerthal


Baujahr 1931     Länge 24,50m Breite   6,50m Leertiefgang 0,40   
 Höchste Fahrgastzahl  45       Höchste Zuladung  12,9 To Gewicht 30 To                    


Fähre Grohnde

Weser KM 151,90
Fähre Großenwieden > Rumbeck


Die Weserfähre Großenwieden verbindet die Hess. Oldendorfer Ortsteile Großenwieden und Rumbeck miteinander. Dabei handelt es sich um eine Gierseilfähre mit Schottelnavigator als Antriebshilfe. Es ist die nördlichste Hochseilfähre auf der Weser. Sie wurde 1960 von der Bayerischen Schiffbaugesellschaft mbH, Erlenbach a. M., gebaut und ist 24 m lang und 5 m breit. Sie kann 4 Personenkraftwagen mit Insassen oder 45 Personen befördern. Ihre Tragfähigkeit reicht von 8 t bei Hochwasser bis 11,40 t bei Niedrigwasser. Die Ladefläche ist 80 qm groß. Die heutige Fähre ist nicht nur eine touristische Attraktion, für Radfahrer, die den Radfernweg Weser befahren, sondern wird auch noch von den Landwirten genutzt, um die Felder am anderen Weserufer zu erreichen.

Veltheim > Vahrenholz 174,06

Weserfähre Veltheim Das Fährrecht geht auf das Jahr 1787 zurück. War es bis 1953 eine Wagenfähre, so ist es heute eine Personenfähre für neun Personen, die viele Ausflügler und Wanderer über die Weser setzt.
Am 31.3.1925 ereignete sich in der Nähe der Fähre ein schweres Fährunglück. Bei einer militärischen Übung fanden 81 Soldaten in den Fluten der Weser den Tod. Ein schlichter Obelisk erinnert noch heute an das furchtbare Manöverunglück.
  Fährzeiten: April bis Oktober: Samstag, Sonntag und Feiertage jeweils 10
bis 18 Uhr.
Sonderfahrten (ab 10 Personen) während der Woche, bitte bei der Gemeinde
Kalletal mind. 3 Tage vorher unter 05264/ 644-113 anmelden.

Die letzte Fähre zwischen Minden und Bremen.
Weser km 288,66 Fähre Schweringen.


War dieser "exotische" Weserübergang in der Vergangenheit hauptsächlich von den Schweringer Bauern mit Agrarflächen östlich des Flusses genutzt worden, um den notwendigen landwirtschaftlichen Verkehr abzuwickeln, so sind es in heutiger Zeit zunehmend auch Radwanderer und andere touristisch motivierte Menschen, die die Möglichkeit einer "romantischen" Flussüberquerung gerne und immer öfter nutzen.
Die Weserfähre in Schweringen ist eine Hochseilfähre, die mit einem Elektromotor (Netzanschluss) angetrieben wird.

Fähre Sielwall <> Strandweg

Ostertor

Die Sielwallfähre
Die erste Fähre im Tidengebiet fährt vom Sielwall zum Stadtwerder. Die Sielwallfähre heißt eigentlich "Ostertor" und wurde bei Gebr. Schürenstedt in Bardenfleth gebaut. Sie wird im Fährverkehr zwischen Café Sand und dem Osterdeich/Sielwall eingesetzt. Die Außengestaltung stammt von der Künstlerin Veronika Dobers, die auch Das Schiff No. 2 gestaltet hat. Sie ist 12,83 m lang und 4,32 m breit.
Die maximale Personenzahl beträgt 42.

Bis heute verkehrt die 1736 eröffnete Fährverbindung am Osterdeich. Im 18. Jahrhundert diente sie dem Milchtransport vom Stadtwerder ins Ostertorviertel. Als unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs von der Stadt Bremen erlaubt wurde, die Parzellen auf dem Stadtwerder mit den sogenannten kleinen "Wilhelm-Kaisen-Häuschen" zu bebauen, erlebte der Fährbetrieb Hochkonjunktur. Am 1. Oktober 1971 sollte die Fähre eingestellt werden, um die Bauarbeiten für die Mozartbrücke vorzubereiten. Da sich aber kurze Zeit später aufgrund massiver Bürgerproteste gegen den Bau der Brücke entschieden wurde, konnte der Fährbetrieb bis 1983 weiter aufrechterhalten bleiben, allerdings war die Fähre sehr unrentabel und der Fährmann ging in Konkurs. Die Bürgerbewegung organisierte Spendengelder. Ihr gelang es auch einen Verein zu gründen und u.a. mit großen Werbeaktionen (zum Beispiel "Park&Ship" - auf dem Stadtwerder parken und zum Stadion mit der Fähre überholen) den Fährbetrieb zu sanieren und bis heute eigenwirtschaftlich zu betreiben.  

Fähre Pusdorf

Das Fahrgastschiff Pusdorp wurde 1954 auf der Pape Werft, Rönnebeck, gebaut und 1983 auf der Rolandwerft umgebaut. Die Pusdorp ist 20,22 m lang, 6,33 m breit
und hat einen Tiefgang von 1,85 m.
Die Verdrängung beträgt 115,5 m.
1 x 110 kW (1 x 150 PS) treiben dieses Schiff an. Die Pusdorf hat mich über mehr als 5o Jahre meines Berufslebens mehr oder weniger begleitet. Die ersten Jahre bin ich öfters mit ihr vom Anleger bei den Atlaswerken (heute Firma Kellogs) zum Anleger neben der Neptun Werft gefahren. Die Fähre war vollgestopft mit Arbeiter und ihren Fahrrädern. Eine Überfahrt 10 Pfennige. Jahre später wurde sie von der Festma GmbH übernommen. Irgendein Kollege aus der Seefahrt fand sich fast immer in der Besatzung. In den 80 Jahren  nach dem Umbau ging sie an die Baggerfirma Heinrich Hirdes, Hirdes gehört zum Bros Kalis Konzern. Mit dem damaligen Schiffsführer war ich befreundet. Wir trafen uns immer mal auf der Unterweser oder am Hirdes Liegeplatz Lankenauer Höft. Zu meiner Zeit auf dem Baggerschiff beim Wasser und Schiffahrtsamt haben wir an der Spundwand bei Kellogs noch Reste des Atlas Anleger entfernt. Der Pusdorfer Anleger steht meines Wissens noch.  

Fähre Gröpeln

Fähre Gröpeln, Hucke Pack auf einem Loyd Dampfer.

Die 1939 in Wischhafen als Nordmark gebaute "Gröpeln" versah ab 1957 den Fährdienst zwischen Gröpelingen und Lankenau, um die vielen Badegäste aus dem Bremer Westen an den feinkörnigen Sandstrand in Lankenau zu bringen. Gröpeln ist auf Bremer Platt der Name für Gröpelingen. 1945 bis 1950 waren die Weser und das Lankenauer Ufer mit kriegszerstörten Schiffswracks übersät. Leerstehende Häuser wurden an das Arbeiterhilfswerk zur Kindererholungsfürsorge vermietet. 1957 übernahm das Hafenamt den Fährbetrieb und setzte das Schiff "Gröpeln" ein. 1964 wurden das Dorf Lankenau und auch der Badestrand  "plattgemacht".  Das Gelände wurde zum Bau des Neustädter Hafens benötigt. Die Gröpeln wurde zum Personen Transport der AG Weser eingesetzt. 1981 wurde die Gröpeln vom damaligen Hafensenator Oswald Brinkmann im Auftrag der DGB Gewerkschaft an die neuen Genossen in Nicaragua verschenkt. Der teure Transport mit einem Loyddampfer und alle Kosten haben wir Steuerzahler bezahlt. Meines Erachtens, hätte die Gröpeln hier im Land Bremen sicher eine sinnvolle Aufgabe gefunden.  
"Gröpeln" sollte als Versorgungsschiff für die einheimische Bevölkerung dienen und so ihren Beitrag beim Aufbau des mittelamerikanischen Landes leisten, in dem die Sandinisten just Diktator Anastasio Somoza gestürzt hatten. Sie war als Geschenk für Ernesto Cardenal gedacht.

Im Zuge der erfolgreichen Revolution in Nicaragua durch die Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) war er zwischen 1979 und 1987 Kulturminister von Nicaragua. Allerdings stellte sich heraus, dass Cardenal über das Geschenk nicht informiert gewesen war und die angebliche Bitte Cardenals um ein Schiff für den Nicaraguasee von einem technischen Berater der Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit mit einem Blankobogen des nicaraguanischen Kulturministeriums verfasst worden war.
 Auch wurde deutlich, dass die Gröpeln aufgrund ihrer Bauart für den Einsatz auf dem Nicaraguasee in keiner Weise geeignet war. Henning Scherf unser späterer Bürgermeister, der das Projekt maßgeblich gefördert hatte, bezeichnete in einem Interview, die Fähre als "alten Schrottkahn", der sonst wahrscheinlich sofort abgewrackt worden wäre, da sich kein Interessent für das Boot gefunden hatte. Herr Scherf kann sicher sein Fahrrad reparieren, aber ob er überhaupt weiss wo sich der Bug und das Heck auf einem Schiff befinden, wage ich zu bezweifeln. Der alte Schrottkahn lebte 35 Jahre nach dem Inteview mit Scherf immer noch.

Nachdem die Gröpeln Ende der 1980er-Jahre mit Bremer Hilfe, der Deutsche Gewerkschaft Bund hatte noch einmal 40,000 DM in das Fass ohne Boden geworfen wiederhergestellt worden war, lag sie gut 20 Jahre unbenutzt in Granada, bis sie offenbar um 2010 auf der Werft El Diamante verschrottet wurde. Der Stahlschrott wurde nach einem Bericht der Tageszeitung La Prensa für die Herstellung von Kochtöpfen verwendet.
 Na ja, Kochtöpfe für die Narco Bosse, die darin ihre Coca Paste einkochen. Die arme Bevölkerung Nicaraguas hat durch diesen Schildbürgerstreich der Bremer Sozis nie einen Nutzen gehabt.
 

Die Gröpeln "Hucke Pack" auf einem Lloyd Dampfer

Fähre Vegesack > Lemwerder.


 1957 Im Einsatz "Stedingen"  "Nordmark" die spätere "Gröpeln"und die "Hol-Ober"
Die noch heute existierende Fährstelle wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Bis 1889 waren Ruderschiffe an dieser Stelle im Einsatz, dann folgten Dampfschiffe. 1923 konnte nach einer Unterbrechung des Motorfährbetriebs, weil sich ein von der Stadt Vegesack neugebautes Elektroschiff als ungeeignet erwies und deshalb zeitweise wieder Ruderboote eingesetzt wurden, der Schiffsführer Niekamp die Fährstelle pachten. Bis heute ist die mittlerweile zur Autofähre avancierte Verbindung unter der Obhut der Familie Niekamp. Mehrere Brücken- und Tunnelprojekte bei Vegesack kamen bislang nicht zur Ausführung. Auch das ist ein Grund, dass die Vegesacker Fähren zu den profitabelsten Binnenschiffsverbindungen in Deutschland zählt.

Die erste Fähre Vegesack ex Wesermarsch 1

Anfang 1957 wurde die "Fähren Bremen Stedingen GmbH" gegründet.

 Gesellschafter am 17.März 1957 waren  die Freie und Hansestadt Bremen und Fährpächter Georg Niekamp. Das Fährschiff Wesermarsch 1 wurde für 230.000 DM samt Anleger gekauft. Wesermarsch 1 wurde 1939 auf der Lühring Werft in Brake gebaut und war seit dieser Zeit zwischen Kleinensiel und Dedesdorf eingesetzt. Umbenannt auf den Namen "Vegesack" wurde sie seit dem 01. April 1957 eingesetzt.

Die zweite Fähre Vegesack. ex Stadt Linz ex St. Johannes

1997 übernahm eine "neue" Vegesack den Dienst.  Hierbei handelte es sich um die 1971 gebaute ehemalige Rheinfähre  Stadt Linz.
 (Oberwinter Werft, Oberwinter am Rhein), später umgetaufte St. Johannes, die in den Jahren 1971 bis 1997 die Strecke Linz-Remagen/Kripp befahren hatte.   Anfang 2004 wurde sie als Reservefähre deklariert und erhielt den Namen Stedingen.



Die dritte Fähre Vegesack ex Dedesdorf

Der 19.2.2004 war der Tauftag der vorerst neuesten Weserfähre Vegesack.
In ihrer jetzigen Ausstattung und aufgrund ihrer Transportmöglichkeiten ist sie nach einem Umbau (Lürssen Werft) eine der modernsten Binnenfähren Deutschlands. Ursprünglich 1992 gebaut (Fr. Schweers, Bardenfleth), befuhr sie bis zur Wesertunneleröffnung im Januar 2004 als Dedesdorf die
Fährstrecke Dedesdorf - Kleinensiel.





Fähre Lemwerder Stapellauf am 22.Mai 1967 bei Schiffswerft Schweers in Bardenfleth.

Die Zahl der zu transportierenden Kraftwagen stieg von 1958 bis 1963 um mehr als das Dreifache und erforderte den Neubau eines Fährschiffes als Ersatz für die Stedingen.Im Sommer 1968 konnte der Auftrag zum Bau einer dem Verkehrsaufkommen entsprechenden Fähre vergeben werden. Für den Bau des 1,2 Millionen Mark teuren Fährschiff, mit dem 500 Personen oder 35 PKW und 150 Personen befördert werden sollten, erhielt die Schiffswerft Schweers in Bardenfleth den Zuschlag.  

Fähre Lemwerder 2



Die 2011 bei SET in Tangermünde gebaute Weserfähre LEMWERDER II (ENI 04808750) ist am 12.05.2012 zwischen Vegesack und Lemwerder im Einsatz.

Kiosk am Anleger Vegesack

Am Anfang hatten die Betreiber zu kämpfen: Der Kiosk der Familie Nergiz war früher als "Hartz-IV-Treff" verschrien. Mittlerweile aber ist das Lädchen ein fester Treffpunkt für Dauerkunden geworden - mit festen Arbeitsverhältnisse und einer Leidenschaft: Beim Blick auf die Mega-Yachten auf der anderen Seite der Weser wird hier gern und hitzig diskutiert, über Arm und Reich zum Beispiel und die Politik in Bremen-Nord.  

Kiosk am Anleger Lemwerder

Der Kiosk mit der Gaststätte "Zum Fährhaus", der in unmittelbarer Nähe der Lemwerder Kaje stand, mußte 1967 dem Bau der Anlegerampe weichen.

Fährverbindung Fähr Lobbendorf > Lemwerder West. Fährgrund ex Monopol Schlepper DB 11 Minden.

Vulkan Fähre Hol Über Dock 2 Bremer Vulkan

Von 1954 bis 1975 verkehrte die "Blumenthal" an der Fährstelle Blumenthal-Motzen. 

Fähre Rönnebeck, die Blumenthal und Motzen  an der Weser verbindet.

Schiffsdaten

Name: Rönnebeck
Eigner: FBS Fähren Bremen Stedingen GmbH
gemeldet in: Bremen
Nationalität:
Europanummer: 04808940

Länge: 58,00 m
Breite: 13,20 m
Tiefgang: 1,56 m
Tonnage: 120 t

Maschinenleistung: 4x 258 PS
Maschinen: 4x Scania D9 93M03S

Baujahr: 1975
erbaut in:
Bauwerft: Fr Fassmer & Co., Motzen
Baunr.: 6500

Die Rönnebeck

Die "Stedingen" ersetzt das nunmehr fast 40 Jahre im Einsatz befindliche Fährschiff "Rönnebeck" und entlässt es damit in den wohlverdienten Ruhestand.  Technische Daten:  Länge über Alles: 59,00 mBreite über Alles: 14,00 mTiefgang leer: 1,31 mMaschinenanlage: 4 x Scania DI09 mit je 221 kW und Schottel Ruderpropelle SRP 170Tragfähigkeit: 200 tFahrgäste: 249  

Die neue Stedingen.

Die Fährverbindung Meyer Farge > Juliusplate ( Berne ) ist die nördlichste auf Bremer Stadtgebiet.
Am 28.5.1960 konnte bereits das erste Schnellastfährschiff, die "Berne-Farge", seiner Bestimmung übergeben werden. Dieses Schiff hat ein Fassungsvermögen von 15 PKWs und 150 Personen. Es folgte dann in der Inbetriebnehme im Jahre 1964 die gleich große Fähre "Juliusplate", und schließlich konnte am 31.7.72 das 22 PKWs und 220 Personen fassende Fährschiff "Stedingen" in Dienst gestellt werden. Anstatt der angegebenen PKWs kann natürlich eine entsprechend geringere Anzahl LKWs (je nach Größe und ob mit Anhänger oder ob Sattelschlepper etc.) befördert werden. Bei allen drei Schiffen handelt es sich um solche, die durch Ruderpropeller angetrieben werden, d.h. sie werden nicht, wie bei herkömmlichen Schiffen, durch ein am Heck des Fahrzeugs angebrachtes Ruderblatt, sondern mittels der sie antreibenden Propeller gesteuert. Ein solches Schiff hat eine weit bessere Manövrierfähigkeit als ein rudergesteuertes. Es dreht sozusagen "auf dem Teller" wie ein Hubschrauber. Die Schiffe sind mit modernsten Navigationsinstrumenten ausgerüstet und können bei jedem Wetter, selbst bei starkem Nebel, reibungslos operieren. Von den drei vorhandenen Fährschiffen sind zwei ständig im Fahrdienst, während das dritte jeweils gewartet und überholt werden kann. Mit zwei Schiffen können in einer Stunde etwa 20 Überfahrten vorgenommen werden, zur Pflicht gemacht sind sechs Doppelfahrten, also 12 Überfahrten pro Stunde. Die "Juliusplate" kann, im Gegensatz zu den beiden anderen Schiffen, nicht nur an Rampen, wie denjenigen in Farge und Berne, an- und ablegen, sondern auch an der herkömmlichen Pontons, wie wir sie in Rönnebeck und Dedesdorf haben. Das Be-und Entladen wird dann natürlich an der Schiffsseite vorgenommen; aber auch in dem Fall können Kraftfahrzeuge ohne Schwierigkeiten befördert werden.

Die Juliusplate

Die Berne Farge

Fährverbindung Brake Stadtkaje zur Weserinsel Harriersand.

Die Personenfähre MS Guntsiet bringt Sie mitsamt Ihren Fahrrädern von April bis Ende Oktober auf Deutschlands längste Flussinsel Harriersand.

Guntsiet

Fährverbindung Sandstedt > Golzwarden.


Name: Kleinensiel
Eigner: SBS Schnellfähre Brake - Sandstedt GmbH & Co. KG
gemeldet in: Brake
Nationalität:
Europanummer: 04804090
MMSI-Nr.: 211124650
Rufzeichen: DA6269

Länge: 54,00 m
Breite: 11,50 m
Tiefgang: 1,30 m
Tonnage: 120 T

Maschinenleistung: 4x 200 PS
Maschinen:
Antrieb: 4x Schottel Ruderpropeller

Baujahr: 1964
erbaut in:
Bauwerft: Fr. Schweers Werft, Bardenfleth
Bau-Nr.: 6388

Umbaujahr: 1981
Umbau in:
Umbauwerft: Schiffs. Und Bootswerft FR.Fassmer & Co, Motzen
Umbau-Nr.: 3577

In der bordeigenen Kantine gab und gibt es die leckerste Bockwurst die ich je gegessen habe.

Die Kleinensiel, auch schon über 40 Jahre alt. Aber Top in Schuss.

Die Fährverbindung Dedesdorf > Kleinensiel wurde nach in Dienststellung des neuen Wesertunnels in 2004 eingestellt.

Die Fähren im Bremerhavener Fischereihafen.


Die erste Fähre im Fischereihafen  war ein Ruderboot die "Groschenfähre". 1949 wurde sie durch eine Autofähre ersetzt, die zwischen der Halle XV und dem Seedeich (Anleger: Westfähre) pendelte. Von den Groschenfähren soll es mehrere gegeben haben, es war aber vor meiner Zeit.
Eine soll im Fischereihafen von der Kohlenpier aus zum Friedrich-Albert-Pust-Platz übergesetzt haben. Als kleiner Junge bin ich einmal mit meinem Onkel zu seinem Seitenfänger mit der Groschen Fähre  an die Kohlenpier gerudert worden. Die Fischdampfer Jantjes waren sehr spendabel. Alles was sie an Kleingeld in den Taschen hatten, bekam der Fährmann.


Groschenfähre

 Fischereihafen
 Fähre                         




Es soll noch weitere Fähren, auch im Kaiserhafen gegeben haben. Leider kenne ich sie nicht mehr.

Fährverbindung Geestemünde > Blexen. Schon vor hundert Jahren sollen dort Fähren gefahren sein.

Fähre Nordenham und Bremerhaven.

Es ist vom Zusammenfluss von Fulda und Werra aus gesehen die letzte Fährverbindung vor der offenen Nordsee auf der Weser.

Last but not least.





Die alte Englandfähre Prinz Oberon. 10 Jahre lang fuhr sie vom Columbusbahnhof nach Harwich. Mit einem Reederei PKW bin ich von ihr in den berühmt berüchtigten Linksverkehr quer durch England gefahren.


PRINZ OBERON     1978-1984
In Bremerhaven machte die PRINZ OBERON am nördlichen Ende der Columbuskaje mit der Backbordseite fest.   Technische Daten

Werft Nobiskrug GmbH, Rendsburg
Bau-Nr. 663

Abmessung:      124,95 m  Reg      20,82 m Breite     4,90 m Tiefgang
Vermessung:     7.932 BRT     4.321 NRT      1.900 tdw
Antrieb:               Zwei Pielstick (Blohm & Voss)16-Zylinder 4-Takt Diesel Typ: 16PC2V-400
                            11.768 PSe      zwei Propeller      22,00 kn

Passagiere         1.040 Personen
                              250 PKw

Lebenslauf

1970  21.02.   Stapellauf
1970  06.06.   Ablieferung an A/B Bonnierfortagen, Halmstad / Schweden
                         (H. Meyer, Lion Ferry)
                         als PRINS OBERON 
                         Service: Bremerhaven - Harwich
1978  29.11.   verkauft an Deutsche Leasing A.G., Bremen
                         (Prinzenlinien Schiffahrtsgesellschaft m.b.H.)
                         Manager: K. Geuther & Co., Bremen
                         umbenannt in PRINZ OBERON
                         Service: Bremerhaven - Harwich
1981  01.05.   verkauft an Det Forenede Dampskibs-Selskab (DFDS), Kopenhagen /Dänemark
                         (Prinzenlinien Schiffahrtsgesellschaft m.b.H., Bremen)
1981        07.   Prinzenlinien Schiffahrtsgesellschaft m.b.H. verkauft an DFDS
1982  17.12.   der Service Bremerhaven - Harwich wird eingestellt
1983  11.02.   verchartert an Stoomvart  Maatschappij Zeeland und Sealink UK Ltd.
                         Service: Hoek van Holland - Hawich
1983  30.11.   eingetragen für DFDS (Deutschland) G.m.b.H., Hamburg
1984  06.06.   Service: Esbjerg - Newcastle - Göteburg
1984  23.06.   Service: Göteburg - Harwich - Cuxhaven
1984  08.10.   in Kopenhagen aufgelegt
1984  14.11.   registriert für Trans-Nordic Line A/B 50 % - Rederi A/B Gotland 40 % und
                         Gotlandstrafiken A/B 10 %, Stockholm / Schweden
1984  14.12.   eingetragen für Finnboda A/B, Stockholm / Schweden
                         umbenannt in NORDIC SUN
                         Service: Trelleborg - Travemünde
1986                 verkauft an Perbadana Nasional Shipping Line Berhad, Port Kelang /
                         umbenannt in CRUISE MUHIBAH
1989                 verkauft an EPA Ireland Ltd., Dublin / Irland
                         (EPA Invest A/S)
                         verchartert an B & I Line P.L.C., Dublin
                         umbenannt in MUNSTER
                        
Service: Rosslare - Pembroke Dock
1993                 verchartert an New Olympic Ferries, Limassol / Zypern
1993  19.06.   umbenannt in AMBASSADOR
                         Service: Patras - Igoumenitsa - Bari
1994        06.   verchartert an Cotunav, Tunis /Tunesien
                         umbenannt in AMBASSADOR II
                         Service: Tunis - Neapel - Genua
1994  12.12.   verchartert an Tallink Hansaway, Tallin / Estland
                         Service: Travemünde - Tallin
1995  24.01.   nach einem Maschineschaden in Travemünde aufgelegt
1995  30.03.   zur Reparatur nach Kiel zu HDW geschleppt
1995        06.   verchartert an Compagnie Marocaine de Navigation, Marokko
                         Service: Sete - Nador
1995        10.   in Marseille aufgelegt
1997        04.   verkauft an International Shipping Partners Inc., Monrovia / Liberia
1997  30.04.    von Marseille nach Southamtom überführt
1997        05.   in Southamton aufgelegt
1997  16.08.   zu A & P Appledore, Tyne und dort zum Casino umgebaut
1998  29.01.   Feuer im Kontrollraum
1999  01.04.   Ankunft in Florida
1999  17.06.   eingetragen für Sterling Casino Lines, Port Canaveral - Florida / USA
2008        07.   in Orange - Texas aufgelegt

2011        01.   verkauft zum Abbruch nach New Orleans.    



 
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