Der Anfang 1943
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H. Bischoff & Co.
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H. Bischoff & Co. Bremen/Wesermünde/Bremerhaven. Die Bremer Firma H. Bischoff wurde 1855 als Baumwollbetrieb gegründet. Später wurde daraus eine Frachtreederei an der Baumwollbörse 206 in Bremen. Die Errichtung einer Zweigniederlassung zur Hochseefischerei mit etwa 180 Beschäftigten in Wesermünde am 10.06.1938 geht auf die Initiative des bei der Nordsee und GHG Gemeinwirtschaftliche Hochseefischerei Robert Ahlf und ihm nahestehenden Bremer Kaufleute zurück. Ab 1938 wurden zwölf Trawler eingesetzt. Korrespondenz Reeder war ab 1946 die Nordsee. Die Schiffe, deren Name alle mit burg endeten, waren sogenannte Kombifahrzeuge, ausgerüstet einerseits für den Heringsfang mit Treibnetzen und anderseits für die Schleppnetzfischerei außerhalb der Heringssaison. Nach den 2 Weltkriegen war der Betrieb im Fischereihafen 2 Westkaje Am Seedeich ansässig. Vier der Trawler hatten den Krieg überstanden und wurden durch die beiden aus den USA gecharterten BX 556 Tide und BX 567 Josephine Ess sowie 1950 durch die Dampfer Neubauten BV 579 Strassburg und BX 582 Wartburg ergänzt. 1957 kam BX 637 Salzburg hinzu. Die amerikanischen Schiffe waren 1952 zurückgegeben worden. 1960 wurde die Fischdampfer Reederei aufgelöst und die verbliebenen Schiffe und Landanlagen an die zum Konzern Dr. Rudolf August Oetker gehörige Reederei Söhle KG verkauft.

1938 Burg PG 527 Vorpostenschiff 5 und VS 45

1938 Burg von der Werft Schulte & Bruns Emden. PG 527 VP 5 und VP 45.
BRT: 344,02 Länge 41,40 Breite 7,72 Korb 3200. 1944 gesunken in der Ostsee (Kadettrinne) nach Minenexplosion.


Die "VS 5" war nicht immer das Vorpostensicherungsschiff mit der Nummer 54. Das hatte erst der Zweite Weltkrieg aus dem robusten Trawler gemacht. Ursprünglich lief es als "Burg-PG 527" vom Stapel der Emdener Werft Schulte & Bruns. Ausgerüstet mit einer Sechszylindermaschine von MAN wurde es als Fischereischiff eingesetzt. Doch dann kam der Krieg und die Kriegsmarine brauchte es. Zunächst wurde es umbenannt, in "Burg-H1". Und dann, am 14. Juni 1940, brachten Facharbeiter und Ingenieure zwei 3,7-Zentimeter-Kanonen und zusätzlich Maschinengewehre am Schiff an. Aus dem Fischtrawler war ein Vorpostensicherungsschiff geworden, dessen Operationsgebiet im Bereich Fehmarnbelt lag. Am 1. Januar 1941 wurde es noch einmal umbenannt, bekam jetzt seinen endgültigen Namen "Burg-VS 54". Unter diesem Namen sank der Trawler auch. Der Krieg besiegelte sein Schicksal am 15. März 1944. "VS 54" lief auf eine Mine und sank. Was aus der Besatzung wurde, ist unklar. Dieses Wrack mit der BSH Wracknummer 668 liegt in der unmittelbaren Nähe der Fahrwassertonne KO 7-T64 im Fehmarnbelt. Der Fischkutter "Burg" wurde 1937 von Schulte & Bruns, Emden als Fischlogger, BURG-PG 527 (Geestemünde) für Bischoff, Bau-Nr. 122, gebaut.
Er war mit 344 brt, 620 tdw vermessen, zwischen den Loten maß das Schiff 44,25m in der Länge und die Gesamtbreite war 7,70m angegeben und der Tiefgang betrug 3,03 m. Als Antriebsmaschine diente ein 6 Zyl.- 4 Takt MAN - Diesel.
Bereits am Montag,den 01.06.1942 wurde die "Burg" durch die Kriegsmarine  in "BURG - DWO 02" umbenannt. Vier Monate später, und zwar am Freitag, den 01.10.1943 wurde die "Burg" im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen durch das OKM in BURG - VS 104 unbenannt. Aber diesen Namen trug das Schiff auch nur 2 Monate, denn ab Samstag, den 01.01.1944 setzte das OKM die Burg als BURG - VS 54 ein.

Am Mittwoch, den 15.03.1944, war nach nur knapp 6 Lebensjahren das jähe Ende des Schiffes in Form einer Seemine gekommen.








ALTENBURG DFDO   PG 528 10.2./22.6.1938 Schulte & Bruns, Emden (123) 326/120 975/322 - 41,40-7,72-3,03-3,87 m 1 Mot. HD 4Te 6x365/550 540 MAN AG, Augsburg 21 "Altenburg" HF H. Bischoff & Co., Bremen (DEU). Juni 1938 H. Bischoff & Co., Wesermünde-G. 1940 Kriegsmarine/KFRG Grp.- Sperrflott. Kiel (U Nordseewerke 11.6.40-6.7.40). 1942 DWo 01 (1.6.1942). 1943 Vs 103 (1.10.1943). 1944 Vs 53 (1.1.1944). 20.4.1945 in Pos. 54.35,1 N 10.52,8 O/Gjedser Riff nach Minentreffer gesunken.



Sicherungsflottillen (Ostsee)

Vorpostensicherungsflottillen entstanden aus den Hafen- und Küstenschutzflottillen.
Eine erste, beabsichtigte Besetzung ab Oktober 1943 wurde offenbar nicht durchgeführt.
Die Zuführung von Vorpostensicherungsbooten erfolgte erst zum Jahreswechsel 1943/44. Die Sicherungsflottillen waren nicht den Küstenbefehlshabern, sondern einsatzmäßig der zuständigen Sicherungsdivision und truppendienstlich dem Befehlshaber der Sicherung unterstellt
Ihre Aufgaben lagen im Minenräum- und Geleitdienst sowie der Bewachung von
Hafen- und Netzsperren. 

1. Sicherungsflottille
Hervorgegangen am 1.10.1943 aus der Küstenschutzflottille westliche Ostsee (DWO).
Sie unterstand zunächst dem B.S.O. Mit Auflösung dieser Dienststelle wurde sie einsatzmäßig 
der 10. Sicherungsdivision und truppendienstlich dem Befehlshaber der Sicherung unterstellt.
Nach der Kapitulation entstand aus der Flottille die 1. Minenräumdivision der DMRL.

Einsatzgebiet:
, Westliche Ostseeküste



Blankenburg unter Beschuss.

Blankenburg PG 529 DFDW 1938 Schulte & Bruns Werft Emden für H. Bischoff Bremen.344,02 BRT 3200 Korb 41,30 Lang 7,72 Breit.
Gekapert am Nordkap. Umbenannt HMS. Recoil. Gesunken durch Seemine im Englische Kanal.

Former German trawler Blankenburg captured on 6 April 1940 off Norway by the British light cruiser HMS Birmingham and the British destroyers HMS Fearless and HMS Hostile.
Taken over by the Admiralty in May or June 1940.
Displacement: 344 tons.
The Navy also used Trawlers to perform a number of tasks, including minesweeping and coastal patrols. A 344 ton ship launched in 1938, HM Trawler Recoil was lost on patrol presumed mined in the English Channel on 28 September 1940. 25 men were lost

Blankenburg wird gekapert



fm COBURG DFDX 30.5 /2.8.1938 Schulte & Bruns, Emden (125) 344/114 975/322 - 41,40-7,72-3,03-3,87 m 1 Mot. HD 4Te 6x365/550 540 MAN AG, Augsburg 22 "Coburg" H. Bischoff & Co., Wesermünde-G. 1940 Kriegsmarine-Untern. "Seelöwe" (3.8.40). 25.9.1940 Erwähgungen über einen Einsatz als WBS, 26.9. auf Marsch Kiel - Drontheim und 29.9. hier eingetroffen. 28.10.1940 Befehl über Rückführung des Schiffes an den Admiral Norwegen und 25.11. Planung als Wetterbeobachtungsschiff. 1941 WBS 2 (Schiff 4-4.1.1941). 1943 Untern. "Bassgeige" (Ostgrönland- August1943). 1943 auch als Vp 5718 (23.3.1943) gemeldet. 1943 gemäß Kriegsgliederung in WBS 4 (29.9.1943) geändert. 18.11.1943 etwa 12 km von Cap Sussi durch Nordsturm und Eispressung auf einen Eisberg geworfen und hier mit 31° Schlagseite liegen geblieben. 5.5.1944 aufgegeben und gesprengt in Pos 75.17 N 17.35.
 
Unternehmen Baßgeiger (1943-1944) Ende August 1943 verläßt ein Wettertrupp unter Leitung des Meteorologen Dr. Heinrich Schatz mit dem ehemaligen Fischdampfer Coburg Narvik. Nachdem die Coburg bei einem Sturm von ihrem Geleit-U-Boot getrennt wurde, gerät das Schiff in Höhe des 77. Breitengrades etwa 80 Seemeilen vor der Küste Ostgrönlands ins Packeis. Die Besatzung versucht, dem Schiff durch Eis- Sprengungen den weiteren Weg zu bahnen, doch kommt die Coburg täglich nur wenige hundert Meter voran. Das Schiff erhält Befehl, als schwimmende Station zu arbeiten. Im Oktober gelingt es schließlich, durch einen Spalt im Eis fast bis zur Küste der Shannon-Insel vorzudringen, wo das Schiff dann endgültig stecken bleibt. Durch Eispressung bekommt die Coburg Schlagseite. Ein Teil der wertvollen Ausrüstung geht verloren, doch die meteorologischen Beobachtungen gehen ununterbrochen weiter.
Der Stabsobersteuermann ( Kapitän ) des WBS 4 ( Coburg ) bekommt für das Unternemen Bassgeiger das Deutsche Kreuz in Gold.

Coburg PG 530 WBS 2 und 4

Coburg im Grönland Eis







 HARZBURG DFDY 2.8./10.9.1938 Schulte & Bruns, Emden (126) 344/114 975/322 - 41,40-7,72-3,03-3,87 m 1 Mot. HD 4Te 6x365/550 540 MAN AG, Augsburg 14 "Harzburg" H. Bischoff & Co., Wesermünde-G (DEU). 1940 Kriegsmarine (Juni 1940). 1940 KFRG Schlepper/Sperrkomdt. Kiel (22.7.40). 1942 DWo 03 (1.6.1942). 28.7.1943 in der Stülcken Werft nach englischem Bombentreffer gesunken, geborgen und repariert. 1943 Vs 105 (1.10.43). 1944 Vs 55 (1.1.1944). 12.4.1945 in der Eckernförder Bucht nach englischem Luftminentreffer gesunken.  






  LAUENBURG DFDZ 10.9./5.10.1938 Schulte & Bruns, Emden (127) 344/114 975/322 - 41,40-7,72.3,03-3,87 m 1 Mot. HDoEP 4Te 6x365/550 540 MAN AG, Augsburg 15 "Lauenburg" H. Bischoff & Co., Wesermünde-G (DEU). 1940 Kriegsmarine-Untern. "Seelöwe" (11.8.40)-WBS 3 (Februar 1941/U Buschmann). 28.6.1941 in Pos. 71.03N 08.15 W/W Jan Mayen nach Artilleriegefecht mit englischem Zerstörer HMS "Tartar" und Überwachungsschiff HMS "Malvernian" gesunken.
  Gegen 19 Uhr am 28. Juni 1941 sichtete ein Ausguck auf der Tartar die Lauenburg etwa 300 Seemeilen nordöstlich von Jan Mayen
im deutschen Marineplanquadrat AB 72. Sobald die Tartar auf Artilleriereichweite herangekommen war, eröffnete sie das Feuer. Die Besatzung der Lauenburg ging sofort in zwei Rettungsboote. Die Tartar ging längsseits und schickte ein Prisenkommando an Bord, das eine große Menge an Papieren erbeutete. Dann wurde die Lauenburg versenkt. Unter den erbeuteten Dokumenten befanden sich die neuen Anweisungen für die Steckerverbindungen und die innere Einstellung der Enigma-Maschine. Damit wurde es möglich, die Funksprüche der Kriegsmarine während fast des gesamten Monats Juli 1941 zu entschlüsseln.

Lauenburg PG 532


Enigma
Maschine zum Chiffrieren
von Funksprüchen.










Marburg 1938 PG 533 BX 314
H. Bischoff Bremen. Danziger Werft.BRT 324,59 Länge 41,22Breit 7,75 3200 Korb.
Verkauft 1955 nach Norwegen Myrland. Abgebrochen 1962.

MARBURG DFDQ-DAHE Juni/August 1938 Danziger Werft AG, Danzig (89) 325/104 920/296 3200 Ztr. 41,22-7,75-3,02-3,87 m 1 Mot. HD 4Te 6x365/550 540 (250) 1931/38 MAN AG, Augsburg 12 "Marburg" H. Bischoff & Co., Wesermünde-G (DEU). 1940 Kriegsmarine-KFRG Schlepper Sperrkdt. Kiel (24.7.1940). 1942 DWo 04 (1.6.1942). 1943 Vs 106 (1.10.43). 1944 Vs 56 (1.1.1944). Juni 1945 GMSA/1. Minenräum Div.-20. Ms Flot. und 12.11.1946 Rückgabe mit Rückbau Howaldtswerke Kiel. 21.6.1947 Fischdampfer Treuhand GmbH (wie vorher). 1.2.1948 Heimathafen Bremerhaven. 20.8.1953 Rückgabe durch die USA an die BRD und 1954 wie KR. (16.12.1955) H. Olsen, Haugesund (NOR). März 1956 "Myrland" AS MS "Myrland" (H. Olsen), Haugesund. März 1962 an norwegische Abbrecher und im November 1963 als abgebrochen gemeldet.

 
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