Der Anfang 1943
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Peter Nennstiel wurde 1943 in Wesermünde jetzt Bremerhaven geboren. Die Mutter lebte mit dem Kapitänleutnant am Oberkommando der Marine (OKM) Peter Engel ohne Trauschein zusammen. Bis zum Kriegsende lebten wir an den Einsatzorten meines Vaters in Berlin und Britz bei Eberswalde. Das Ende des Dritten Reich, erlebte ich mit meiner Mutter in den Luftschutzbunkern der untergehenden Reichshauptstadt und in einem Panzerspähwagen der uns durch die Beziehung meines alten Herrn nach Schleswig - Holstein brachte. Meine panische Angst bei Explosionen, müssen noch ein Andenken dieser schlimmen Zeit sein, für Erinnerungen war ich noch zu jung. Solche frühkindlichen, tiefgreifenden Erlebnisse haben Folgen für das ganze Leben. Wesentliche Verhaltensmuster meines späteren Lebens, haben sicher hier ihre Ursache.
Mein Vater hat aus seiner rechten Ideologie nie ein Hehl gemacht, er hatte sogar die Entnazifizierungsformulare der amerikanischen Besatzungsmacht wahrheitsgemäß ausgefüllt. Trotzdem, oder gerade deswegen wurde er sofort nach Kriegsende von der amerikanischen Militärpolizei als Dolmetscher eingestellt. Hungern, wie so viele Deutsche  brauchten wir nicht.
Meine erste Erinnerung an die fremden Soldaten werde ich nie vergessen, ein Farbiger, wobei farbig maßlos untertrieben ist, der gutmütige Mann war so schwarz wie die Hölle, er wollte mir kleinem Knirps eine Apfelsine schenken. Voller Angst habe ich gegen sein Schienbein getreten und bin laut schreiend nach Hause gelaufen. Ich hatte noch nie einen Schwarzen gesehen und eine Apfelsine kannte ich auch nicht und die englischen Worte, jagten mir Angst ein.
Leider erkrankte meine Mutter an Multipler Sklerose und starb nach mehreren Jahren einen schlimmen Tod. Mein Vater ging ohne mich nach Amerika und ich wurde von meiner Großmutter und nach ihrem Tod, von verschiedenen Pflegeeltern erzogen. Ich besuchte als ziemlich schlechter Schüler acht Klassen in der Volksschule. die Lehrkräfte waren fast alle älter und kriegsversehrt, junge Lehrer gab es noch nicht, die waren alle noch in Gefangenschaft oder gefallen.

Ich strebte schon immer in die Ferne und träumte von der weiten Welt. Meinen Wunschberuf als Seemann durfte ich noch nicht ergreifen. Meine Pflegeeltern beschlossen mich im April 1957 bei der "Bremen-Mindener Schiffahrts AG" einer Binnenschiffsreederei in die Lehre zu geben. Ich kam auf einen Schleppkahn, von denen es zu der Zeit noch viele gab. Die Unterbringung an Bord war sehr primitiv, wir schliefen auf Strohsäcken, es gab Petroleumlampen, kein fließendes Wasser, Kohleofen. So würde man heute Asylbewerber nicht mehr unterbringen. Die Arbeitszeit begann morgens mit dem Tageslicht und endete mit dem Einbruch der Nacht. Zwei Tage und Nächte durcharbeiten war an der Tagesordnung. Wenn wir an einem Seeschiff laden oder löschen mussten, passierte es häufig. Als Schiffsjunge bekam ich 260,- DM. Heuer, das reichte knapp zum sattessen. Verpflegen mussten wir uns selber. Wenn ich bei einem Kneipenbummel etwas zufiel ausgab, musste ich oft bis zum nächsten Vorschuss hungern. Trotz allem negativen, war es doch eine schöne Zeit. Die von der Form wunderschönen Raddampfer mit den Schleppkähnen meilenweit hinter sich. Solch eine Kameradschaft unter den Schiffsbesatzungen habe ich in meinem späteren Leben nie wieder erlebt. Das öffentliche Leben erlebten wir in den Gaststätten zwischen dem Unterweser und Ruhrgebiet. Während unseren Reisen in die sowjetische Besatzungszone und später in die DDR. erlebte ich den Wahnsinn von kaltem Krieg, Mauerbau und schikanösen Grenzkontrollen.
Mein fester Wille, mit 18 Jahren Seemann zu werden hat mir sehr geholfen. Nach dem Besuch einer Internatsberufsschule habe ich 1960 meine Matrosenprüfung bestanden. Ich hatte immerhin eine abgeschlossene Lehre und die Gesellenprüfung bestanden.
                                                      
              
















 
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