Der Anfang 1943
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Die Eschersheim wurde am 04.01.1913 als Westerdijk auf der RDM (Rotterdamsche Droogdock Maatschappij) für die Reederei Solleveld, van der Meer & T.H. van Hattums Stoomvaaart Maatschappij gebaut.
Tons: 3240 brt. 5580 dwt. 7700 twvp.
L = 100,30m, B = 14,65 m, H = 7,50 m, d = 4,70 m.
Antrieb: RDM triple expansions Dampfmaschine, 3 Cilinder, 1350 ipk, 1125apk.
9 Knoten.
Rufzeichen QCBT 

Stapellauf Westerdijk am 01.12.1912

Probefahrt und Ablieferung. 04.01.1913
Na ja,
der Reeder im Zylinder und das Auge der Achterleine mit einem Paalstek.

!923 wurde die Westerdijk an die Frankfurter Metallgesellschaft verkauft. Alle Schiffe der Gesellschaft trugen Namen von Frankfurter Vororten. Also der neue Name Eschersheim. Bereedert wurde die Eschersheim durch die URAG Bremen.
1933 übernahm die Lehnkering Gruppe auch die Reedereigeschäfte.

Am 13.03.1940 während der Reise von Bremen nach Oslo mit einer Ladung Koks, ist das Schiff vor der Küste Jutlands 2 Meilen Süd von Hirthals (Loenstrup) 57-36N, 09-57E auf ein Wrack gelaufen und gesunken.
Von den 31 Mann Besatzung wurden in einer dramatischen Rettungsaktion 10 Männer von dem hölzernen offenen Seenotrettungsboot aus Loenstrup gerettet.

Zum 70 Jahrestag der schweren Havarie erschien in der dänischen Zeitung Nordjyske DK vom Journalisten Peder Pedersen folgender Artikel.
De skal ikke glemmes.
                                                             
Sie dürfen nicht vergessen werden.
Mit meinen bescheidenen dänischen Sprachkenntnissen versuche ich die Übersetzung:

Am 13. März 1940 vormittags um 1030 Uhr läuft der deutsche Dampfer Eschersheim von Bremen kommend auf ein Wrack und strandet am Rudjergs Knoten.
Der Kapitän Friedrich Buhr ist wegen einer starken Grippe an die Koje gefesselt, kommt aber sofort auf die Brücke, der Dampfer bekommt sehr schnell große Probleme.
Es gibt einen Schneesturm mit schwerem Seegang mit starkem Frost. So das es nicht lange dauert bis die Decksladung Koks über Bord geht.Durch ein grosses Leck im Bug nimmt der Dampfer Wasser und bekommt starke Schlagseite.
Die Wellen zerstören Luken und Türen, der Dampfer nimmt immer mehr Wasser. Sofort werden die Kessel ausgeschaltet und gelöscht.
Die Leuchturmwärter Jensen und Christoffersen von der Türmen Rubjergs Knot Pine und Havbakken sehen Notsignale auf dem gestrandeten Dampfer.
Sofort wird die Rettungsmannschaft in Loenstrup benachrichtigt.
Jeder weiß, was getan werden muss ohne unnötiges Geschwätz. Es sind Fischer die die Küste wie ihre Hosentasche kennen.
Das 1940 Deutschland Dänemark besetzt hatte und bei der Befölkerung unbeliebt war spielte bei den Rettern nur eine untergeordnete Rolle.
Das schwere Rettungsboot wird aus dem Schuppen gebracht und über eine meterhohe Schneedecke zum nahen Strand gezogen. Eine hohe Barriere aus Schnee und Eis durch die Brandung geschaffen, versperrt den Weg zum offenen Wasser.
Frauen und Männer aus Loenstrup schaufeln einen engen Durchgang, damit das Boot das offene Wasser erreicht.
In der Zwischenzeit kämpft die Dampfer Besatzung verzweifelt, um das Schiff und das Leben zu retten.
Kapitän Friedrich Buhr erkennt, das das große Schiff nicht mehr gerettet werden kann. Jetzt geht es um Leben zu retten, und er gibt den Befehl in die Boote zu gehen.
Ein Rettungsboote des Dampfers, wurden beim zu Wasser lassen an der Bordwand zerschlagen. Ein drittes Rettungsboot kommt frei zu Wasser drei Männer sind an Bord kurze Zeit später kennter das Boot, die drei Männer im Boot verschwinden in der hohen Dühnung.
Nach einer Stunde Kampf erreichen die Seenotretter den Dampfer, 16 Männer der Dampferbesatzung klammern sich im letzten Rettungsboot an ihr Leben. Die 16 Mann erreichen aber glücklich die Küste der Jammerbucht bei Loekken.

Kapitän Friedrich Buhr verlässt als letzter den Dampfer. Während das Schiff und seine Besatzung den Kampf verlieren, ist die Hilfe unterwegs.
Nach langer Suche werden 10 deutsche Seeleute aus der eisigen tobenden See geborgen, darunter der deutsche Kapitän.
Alle die gerettet wurden, sind bewustlos und stark unterkühlt.


Die Retter aus dem dänischen Fischerdorf Loenstrup.

Die meisten sind nur mit dünnen Hemden bekleidet. Sie hatten nicht mehr Zeit, um mehr Kleidung anzuziehen. Die Retter versuchen mit einem Teil ihrer eigenen Kleidung, die Deutschen Seeleute vor dem erfrieren zu retten.
Das mit 23 Männern schwer beladene offene Rettungsboot beginnt seine Reise zurück nach Loenstrup. Nach einer weiteren Stunde Kampf gegen die raue See, Schnee und Eis erreicht das Boot den Strand von Loenstrup. Starke Hände nehmen die bewustlosen Seeleute und verteilen sie auf die Wohnungen im Dorf.
Der Kapitän Friedrich Buhr stirbt kurz danach im Haus der Familie Hjermitslev ohne das Bewustsein zu erlangen. Die schwere Grippe und die Stunden im eiskalten Wasser konnte er nicht überleben. Seine Taschenuhr stoopte um 15,35 Uhr, der Zeitpunkt als er als letzter in die See sprang.


Die überlebende Besatzung der Eschersheim. Vor einem Hotel in Hjoerring. 10 Mann wurden von dem Boot aus Loenstrup gettet. 16 Mann retten sich mit dem bordeigenen Boot nach Loekken.
6 Mann unter ihnen der Kapitän haben die Tragödie nicht überlebt.
Respekt und Dank der dänischen Rettungs Crew. Die  trotz der Angehörigkeit zur deutschen Besatzungsmacht ihr eigenes Leben für die Seeleute eingesetzt haben.

 
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